{"id":1739,"date":"2014-12-07T17:01:08","date_gmt":"2014-12-07T15:01:08","guid":{"rendered":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/?p=1739"},"modified":"2014-12-07T17:01:25","modified_gmt":"2014-12-07T15:01:25","slug":"speyer-von-a-bis-z-aufgelistet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/?p=1739","title":{"rendered":"Speyer von A bis Z aufgelistet"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>STADTGESCHICHTE(N): 1997 erschient das letzte von 40 Adressb\u00fcchern &#8211; Erste Ausgabe 1868\/69<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Den Auswirkungen des Datenschutz-Gesetzes verdankt Speyer das Fehlen eines \u00fcber 100 Jahre lang gesch\u00e4tzten Nachschlagewerks &#8222;Adressbuch&#8220;. Das Letzte kam 1997 heraus, 39 B\u00e4nde waren seit 1868\/69 vorangegangen. Das Stadtarchiv verwahrt <!--more-->die au\u00dferhalb der Kriegszeiten meist im Abstand von zwei bis vier Jahren erschienenen \u00fcber jeweils 100 bis 250 Seiten dicken B\u00fccher in den Formaten DIN A 5 und DIN A 4.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Beliebtheit der Adressb\u00fccher erkl\u00e4rt sich zum einen mit der Neugier ihrer Leser. Zum anderen mit dem Vorteil, bei Namens- oder Stra\u00dfenkenntnis umgehend Anschriften zu erfahren, auch von Beh\u00f6rden, kulturellen Einrichtungen und Vereinen, dazu weiteres Wissenswertes \u00fcber die Stadt. Sehr willkommen waren diese B\u00fccher auch f\u00fcr die Familienforschung.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Als 1950 das erste Adressbuch nach dem Zweiten Weltkrieg herauskam (mit einem mehrseitigen geschichtlichen Abriss \u00fcber die Stadt), schrieben Oberb\u00fcrgermeister Dr. Paulus Skopp und Landrat Emil M\u00f6lter im Vorwort:<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">&#8222;Durch die Ereignisse der vergangenen Jahre ist das 1938\/39 zum letzten Mal erschienene &#8218;Einwohnerbuch der Stadt Speyer&#8216; v\u00f6llig \u00fcberholt. Nach Eintritt einer gewissen Stabilisierung hat sich der Mangel eines dem gegenw\u00e4rtigen Stand entsprechenden Adressbuches immer st\u00e4rker geltend gemacht. Um diese L\u00fccke zu schlie\u00dfen, haben sich die Herausgeber nicht nur darauf beschr\u00e4nkt, ein neues Werk f\u00fcr die Stadt Speyer zusammenzustellen, sondern sie \u00fcbergeben der \u00d6ffentlichkeit ein auf den Landkreis erweitertes ,Adressbuch f\u00fcr die Stadt und den Landkreis Speyer'&#8220;.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Der Landkreis Speyer umfasste die neun Gemeinden Schifferstadt, Waldsee, Otterstadt, Dudenhofen, Hanhofen, Harthausen, Berghausen, Heiligenstein und Mechtersheim. Er ging am 7.Juni 1969 im Landkreis Ludwigshafen auf, der seit 2005 Rhein-Pfalz-Kreis hei\u00dft.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">&#8222;Abel, Adam, Milit\u00e4rpension\u00e4r, halbes Dach 14&#8220; und &#8222;Zwickh, Johann Nepomuk, k\u00f6niglicher Hauptzollamtsverwalter, Herdgasse 22&#8220; standen als erster und letzter Name im alphabetisch geordneten Anschriftenverzeichnis der Premieren-Ausgabe 1868\/69. Es folgte das gleiche, geordnet nach den damals 131 Stra\u00dfen und Gassen. Vor den 38 Seiten mit Werbeanzeigen von Gesch\u00e4ftsleuten standen Verzeichnisse von Beh\u00f6rden, Milit\u00e4rs und Kirchen, bei den jeweiligen Amtsh\u00f6chsten mit Angabe s\u00e4mtlicher Auszeichnungen. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Unter dem &#8222;Verzeichnis der Gewerbetreibenden&#8220; &#8211; von Apotheker bis Z\u00fcndholzh\u00e4ndler &#8211; finden sich Berufsangaben, die es l\u00e4ngst nicht mehr gibt und zum Teil nicht mehr bekannt sind. Ein Auswahl davon: B\u00e4ndelkr\u00e4mer (es sind drei angef\u00fchrt), Feilenhauer (2), Hafner (6), Kammmacher (2), K\u00fcbler (6), Lohnkutscher (8), Lumpenh\u00e4ndler (4), Mehlstaubh\u00e4ndler (1; nicht Mehlh\u00e4ndler, von denen sind sieben erw\u00e4hnt), Peitschenstielmacher (1), Posamentierer (2), Pulver- und Viktualienh\u00e4ndler (1), Viktualienh\u00e4ndler und H\u00f6cker (1), Schlauchweber (1), Schuhflicker (19; nicht Schuhmacher, von denen es gleich 98 gab), Tuchscherer (1) Wachsfigurenkabinettbetreiber (1), Wasenmeister (2).<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Mit Anschriften versehen sind auch die Sparten &#8222;Botendienst&#8220; und &#8222;Herbergen f\u00fcr Handwerksgesellen&#8220;. Von den Letztgenannten gab es zwei. In ihnen durfte nur nach Berufsstand gen\u00e4chtigt werden. So war der &#8222;R\u00f6mische Kaiser&#8220;, Hundsgasse 14 (sp\u00e4ter Gutenbergstra\u00dfe) Zimmerleuten, Maurern, Schuhmachern, Badern und Sattlern vorbehalten, der &#8222;R\u00f6mer&#8220;, Wormser Stra\u00dfe 47, Schreinern, Schlossern, Schneidern, Drehern, Wagnern, Hufschmieden, Bierbrauern und Leinewebern. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Unter &#8222;Botendienst&#8220; genannt sind eine Vielzahl von M\u00e4nnern und Frauen. Sie transportierten ein- oder mehrmals in der Woche zu Pferd, im Fuhrwerk, in Kutschen oder auch mit der Eisenbahn \u00fcberwiegend Briefe und P\u00e4ckchen von Speyer aus in 44 Orte der n\u00e4heren und weiteren Umgebung und gaben sie dort wohl an Sammelstellen ab. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Den Adressb\u00fcchern in Deutschland voraus gingen Hof- und Staatskalender mit Angaben \u00fcber &#8222;<span style=\"color: #000000;\">wichtige Funktionstr\u00e4ger einer Gebietsk\u00f6rperschaft&#8220; , wie es Wikipedia nennt. Das erste deutsche Adressbuch war betitelt als &#8222;Das ietztlebende Leipzig&#8220;. Es erschien 1701 und war dem ersten Adressbuch von Paris (1692) und dem Londoner &#8222;Little Directory&#8220; von 1677 nachempfunden. In den folgenden Jahren erschienen Adressb\u00fccher in Berlin, K\u00f6ln, L\u00fcbeck, Dresden, K\u00f6nigsberg und Frankfurt\/Oder.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Bei Wikipedia hei\u00dft es: &#8220; Da der Buchverkauf die hohen Herstellungskosten \u2013 insbesondere nach der Aufnahme aller Handels- und Gewerbetreibenden \u2013 nicht deckte, kam man schnell auf Idee, mehr und mehr bezahlte Anzeigen aufzunehmen und sp\u00e4ter auch Fettdruckzeilen und Zusatzeintr\u00e4ge zu verkaufen. Diese Neuerung wurde bald auch in zahlreichen anderen Adressb\u00fcchern \u00fcbernommen, sodass sich hier die ersten tats\u00e4chlichen Branchenverzeichnisse entwickelten&#8220; (wk\/Die Rheinpfalz)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Hier finden Sie 7 Ausgaben Speyerer Adressb\u00fccher volldigitalisiert: <a href=\"http:\/\/www.dilibri.de\/nav\/classification\/910445\" target=\"_blank\">Landesbibliothek<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>STADTGESCHICHTE(N): 1997 erschient das letzte von 40 Adressb\u00fcchern &#8211; Erste Ausgabe 1868\/69 Den Auswirkungen des Datenschutz-Gesetzes verdankt Speyer das Fehlen eines \u00fcber 100 Jahre lang gesch\u00e4tzten Nachschlagewerks &#8222;Adressbuch&#8220;. Das Letzte kam 1997 heraus, 39 B\u00e4nde waren seit 1868\/69 vorangegangen. 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