{"id":2123,"date":"2017-12-21T08:03:12","date_gmt":"2017-12-21T06:03:12","guid":{"rendered":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/?p=2123"},"modified":"2022-06-01T14:49:31","modified_gmt":"2022-06-01T12:49:31","slug":"die-glockengiesser-von-speyer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/?p=2123","title":{"rendered":"Die Glockengie\u00dfer von Speyer"},"content":{"rendered":"<p><b>Zwischen 1152 und 1970 erw\u00e4hnt &#8211; Keine geschlossene \u00dcberlieferung<\/b><\/p>\n<p>Eine fr\u00fcher als &#8222;t\u00fcrmereich&#8220; geschilderte und dargestellte Stadt wie Speyer hat auch eine Geschichte der Glockengie\u00dferei. Sie stellt sich nicht in fortlaufender Geschlossenheit dar und endet 1970, nachdem das heute als Metallpresswerk Baumgartner GmbH &amp; Co. KG bestehende Unternehmen die letzte Glocke gegossen hatte.<\/p>\n<p>In der Anfangszeit der Glockenherstellung waren die Gie\u00dfer Wanderhandwerker, da die Glocken meist vor Ort an der Kirche gegossen wurden. Der Transport von einer zentralen Gie\u00dferei zu den Bestimmungsorten war zu beschwerlich, zudem h\u00e4tte die Glocke besch\u00e4digt werden k\u00f6nnen. Das ist mit ein Grund f\u00fcr die sp\u00e4rliche Geschichtsbeschreibung der Glockengie\u00dferei.<\/p>\n<p>Nach Aufs\u00e4tzen der Historiker Hans Fritzen und Ludwig Anton Doll in den Ausgaben 1952 der &#8222;Pf\u00e4lzer Heimat&#8220; ist die \u00e4lteste Erw\u00e4hnung eines Speyerer Glockengie\u00dfers einer 1905 erschienenen Abhandlung \u00fcber eine Kirche im rheinhessischen W\u00f6rrstadt zu entnehmen. Demnach war die gro\u00dfe Glocke dieser 1152 eingeweihten Kirche &#8222;von Meister Theobaldus zu Spire&#8220; gegossen worden.<\/p>\n<p>Ein Kollege namens Volmar wird um 1307 in der Domstadt erw\u00e4hnt. Aus seiner Gie\u00dferei soll die gro\u00dfe Domglocke stammen. Deren Vorg\u00e4ngerin hatte sich aus unbekanntem Grund in Anwesenheit des K\u00f6nigs Albrecht aus ihrer Befestigung gel\u00f6st und einige Gew\u00f6lbe durchschlagen. Beim Aufschlag auf den Boden zersprang sie in drei Teile.<\/p>\n<p>In den Jahrhunderten danach 1411 erw\u00e4hnen die Aufzeichnungen in der &#8222;Pf\u00e4lzer Heimat&#8220; folgende Glockengie\u00dfer, die entweder in Speyer wohnten oder t\u00e4tig waren: J\u00fcrgen von Spier (1411), Hans Reinhart (1413),&nbsp;Hans zur Glocken und Otto von Lautern (1452), Peter zur Glocken und Georg von Guntheim (1470), J\u00f6rg von Spier (1473, 1483), Hans von Speier (1480, 1486; lebte offenbar auch in Sulz\/Elsass).<\/p>\n<p>Es geht weiter mit Jorig Buchsenmeister, genannt Gunthem oder Guntheim (1490), 1508 J\u00f6rge Guntheim von Spire, Peter Ammons (ebenfalls 1508; er und J\u00f6rge Guntheim sollen zeitweise gemeinsam auch eine Gie\u00dferei in Stra\u00dfburg betrieben haben), Paul Kessel (1594), Georg Wolfskehl (1624), Georg Graisser (1650), Michel Salomon Strernecker (1651), Melchior K\u00f6nig (1677), Hans Melchior K\u00f6nig (1681),Johann Georg und Johann Melchior K\u00f6nig (1719), Philipp Friedrich Brechtel (1771, 1780)), Johann Paul Strobel oder Strubel (1766), Otto Siedle (1906), Hermann Baumgartner (ab 1954). \/wk<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwischen 1152 und 1970 erw\u00e4hnt &#8211; Keine geschlossene \u00dcberlieferung Eine fr\u00fcher als &#8222;t\u00fcrmereich&#8220; geschilderte und dargestellte Stadt wie Speyer hat auch eine Geschichte der Glockengie\u00dferei. 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