{"id":2142,"date":"2018-03-21T20:48:09","date_gmt":"2018-03-21T18:48:09","guid":{"rendered":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/?p=2142"},"modified":"2018-03-21T20:48:09","modified_gmt":"2018-03-21T18:48:09","slug":"reiches-speyer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/?p=2142","title":{"rendered":"Reiches Speyer"},"content":{"rendered":"<p>Wie in vielen deutschen Kommunen gibt die Finanzlage der Stadt Speyer keinen Anlass zur Euphorie. Das war vor langer Zeit anders. &#8222;Speyer war im 14. und 15. einer der bedeutendsten Kapitalm\u00e4rkte in S\u00fcddeutschland&#8220; hei\u00dft es im f\u00fcnften Band der &#8222;Geschichte in Rheinland-Pfalz&#8220; von Anton Doll, dem fr\u00fcheren Speyerer Stadtarchivar.<\/p>\n<p>Die Stadt Speyer selbst, ihre Patrizier, M\u00fcnzer, Kaufleute und auch Handwerker handelten au\u00dfer mit Tuch, das in der Stadt gewebt wurde, und Wein vor allem mit Geld.&nbsp; Die Anzahl und der Rang ihrer Gl\u00e4ubiger l\u00e4sst staunen.<\/p>\n<p>In Dolls Werk hei\u00dft es: &#8222;Kreditnehmer waren die Herz\u00f6ge Friedrich und Leopold von \u00d6sterreich, Kaiser Heinrich VII (1312), Ludwig der Bayer (1330 und 1340), K\u00f6nig Karl IV. (1349), die Grafen von Nassau (1323), die Pfalzgrafen bei Rhein (1364), der Bischof von Speyer (1323 bis 1372), der Erzbischof von Mainz (1365, dann ausgangs des 14. Jahrhunderts), die Grafen von W\u00fcrttemberg (1403) und die Markgrafen von Baden (1404)&#8220;.<\/p>\n<p>Ganz gro\u00df ins Kreditgesch\u00e4ft ein stiegen die Speyerer, als sie ab 1380 auch an St\u00e4dte Geld verliehen. Zu den Schuldnern geh\u00f6rten E\u00dflingen, Wimpfen, Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd, Giengen, Rothenburg ob der Tauber, N\u00f6rdlingen, Dinkelsb\u00fchl und Windsheim. Dazu kamen im 15 Jahrhundert Mainz, Wetzlar, Schw\u00e4bisch Hall, Heilbronn und Reutlingen. Doll: &#8222;N\u00f6rdlingen und Rothenburg zum Beispiel waren bis 1412 mit je etwa 20.000 Gulden in Speyer verschuldet, E\u00dflingen bis 1384 mit mindestens 10.000 Gulden&#8220;.<\/p>\n<p>Eine Hauptrolle im Speyerer Kreditgewerbe spielte der Goldschmied, Zunftmeister der Schmiede und zeitweise B\u00fcrgermeister Hensel Mutterstedter (1377 &#8211; 1417). &#8222;Er d\u00fcrfte der gr\u00f6\u00dfte Kapitalbesitzer seiner Zeit in der Reichsstadt gewesen sein&#8220; schreibt Anton Doll. Mutterstedter vergab Kredite&nbsp; an die St\u00e4dte N\u00f6rdlingen, Rothenburg, Dinkelsb\u00fchl und an den Erzbischof von Mainz. Dabei sind Einzelsummen von \u00fcber 12.000 Gulden \u00fcberliefert. Das sind nach heutiger Kaufkraft Millionenbetr\u00e4ge. &nbsp;&#8211; <strong>wk <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie in vielen deutschen Kommunen gibt die Finanzlage der Stadt Speyer keinen Anlass zur Euphorie. Das war vor langer Zeit anders. &#8222;Speyer war im 14. und 15. einer der bedeutendsten Kapitalm\u00e4rkte in S\u00fcddeutschland&#8220; hei\u00dft es im f\u00fcnften Band der &#8222;Geschichte in Rheinland-Pfalz&#8220; von Anton Doll, dem fr\u00fcheren Speyerer Stadtarchivar. Die Stadt Speyer selbst, ihre Patrizier, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-2142","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtgeschichte"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2142","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2142"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2142\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2143,"href":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2142\/revisions\/2143"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2142"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2142"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2142"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}