{"id":2168,"date":"2018-09-12T16:26:49","date_gmt":"2018-09-12T14:26:49","guid":{"rendered":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/?p=2168"},"modified":"2018-09-12T16:26:49","modified_gmt":"2018-09-12T14:26:49","slug":"spaete-erleuchtung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/historischer-verein-speyer.de\/?p=2168","title":{"rendered":"Sp\u00e4te Erleuchtung"},"content":{"rendered":"<p>2018 machen etwa 5600 Stra\u00dfenleuchten die Speyerer hell(e). Das besorgen die auf Modernisierung und Kostenersparnis bedachten Stadtwerke teilweise per LED-Lampen mit ihren emittierenden, das hei\u00dft Licht ausstrahlenden Dioden. Damit hat Speyer anderen Kommunen einiges voraus. Das war in der Anfangszeit der Stra\u00dfenleuchten nicht der Fall.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erst am 20. Dezember 1912 und damit 52 Jahre,&nbsp;nachdem am 28. November 1860 die ersten Gasleuchten ihre Stra\u00dfen und H\u00e4user erhellten, ging den Speyerern und Speyerinnen ein weiteres Licht auf. Am 20. Dezember 1912 und damit wesentlich sp\u00e4ter als anderswo in der Pfalz erleuchtete die Elektrizit\u00e4t auch Speyer. Jedenfalls einige Haushalte und Gesch\u00e4fte in der Maximilian-, Bahnhof- und Ludwigsstra\u00dfe, nicht jedoch die Stra\u00dfen und Gassen. Noch 1925 wies ein von mehreren Anwohnern der S\u00e4mergasse unterschriebener Leserbrief in der \u201eSpeierer Zeitung\u201c darauf hin, dass es in dieser \u201eZufahrtsstrecke zum gut besuchten Wittelsbacher Hof nur eine einzige Gaslampe gibt\u201c, die jedoch oft ausfalle. \u201eEbenso die am Wittelsbacher Hof angebrachte elektrische Beleuchtung\u201c. Dazu merkten die Leser an: \u201eDabei w\u00e4re es im Interesse der Speyerer, ihre Stadt den&nbsp;Reisenden im sch\u00f6nen Licht zu zeigen\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu Speyer waren andere Kommunen dank eigener oder privater Elektrizit\u00e4tswerke oder dank Zulieferungen schon l\u00e4ngst &#8222;helle&#8220;. So Kaiserslautern ab 1894, Neustadt (1895), Homburg, Bergzabern (beide 1897), Pirmasens (1998), Schifferstadt (1900) sowie Ludwigshafen und Edenkoben (beide 1901). Warum ausgerechnet die Hauptstadt des bayerischen Rheinkreises Pfalz sp\u00e4t auf die Neuerung reagierte, h\u00e4ngt mit lange anhaltenden abw\u00e4genden \u00dcberlegungen des Speyerer Stadtrats zusammen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Obwohl bereits 1897 ein Stadtratsthema &#8211; nach einer Anfrage des Bezirksamtmanns (heute: Landrat) Graf Luxburg an die Stadtverwaltung &#8211;&nbsp; entschlossen sich die Speyerer Ratsherren erst am 18. M\u00e4rz 1912 zur Versorgung mit Elektrizit\u00e4t mancher Haushalte und Stra\u00dfen. Zuvor war die Entscheidung, entweder am Rhein ein eigenes Kraftwerk (E-Werk) zu bauen oder sich von ausw\u00e4rts Strom liefern zu lassen, lange und ergebnislos beredet worden. Das ging dem Stiftungskrankenhaus, der Patronenpfropfen-Fabrik He\u00df und der Brauerei Schwartz-Storchen nicht flott genug. Sie richteten eigene E-Werke ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Speyers Stadtverwaltung nahm sich das zum Ansporn. Drei Tage, nachdem am 17. Dezember 1912 der (Land-)Kreis Pfalz, die St\u00e4dte Ludwigshafen, Frankenthal, Homburg&nbsp;und die Rheinische Schuckert-Gesellschaft in Ludwigshafen die Pfalzwerke AG gegr\u00fcndet hatten (Ludwigshafen und Homburg brachten dazu ihre E-Werke ein, die Schuckert-Gesellschaft das Kraftwerk Edenkoben), folgte die Domstadt mit der Einf\u00fchrung der Elektrizit\u00e4t. Damit betrieben wurden anfangs nur wenige Stra\u00dfenleuchten, noch im Februar 1963 waren 600 von 1100 Lampen \u201eauf Gas\u201c. In der \u201eRheinpfalz\u201c hie\u00df es dazu im April 2006: \u201eBis 1972 wurden drei Stra\u00dfen mit Gas und Strom beleuchtet. Mit der Einf\u00fchrung des Erdgases endete das Kapitel der Speyerer Stra\u00dfengasbeleuchtung\u201c. Das war um 2000.&nbsp; &nbsp;<strong>&#8211; wk<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2018 machen etwa 5600 Stra\u00dfenleuchten die Speyerer hell(e). Das besorgen die auf Modernisierung und Kostenersparnis bedachten Stadtwerke teilweise per LED-Lampen mit ihren emittierenden, das hei\u00dft Licht ausstrahlenden Dioden. Damit hat Speyer anderen Kommunen einiges voraus. Das war in der Anfangszeit der Stra\u00dfenleuchten nicht der Fall. &nbsp; Erst am 20. 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