Vorträge

Vorträge

Veranstaltungen der Bezirksgruppe Speyer 2. Halbjahr 2018

ACHTUNG: Die Vorträge beginnen bereits um 19:30 Uhr!

10. September 2018

Joachim P. Heinz:

Mord in Speyer – Das Attentat auf den Führer der pfälzischen Separatisten Franz Josef Heinz am 9. Januar 1924

 

Am Abend des 9. Januar 1924 wurde der pfälzische Separatistenführer Franz Josef Heinz im Speisesaal des renommierten Wittelsbacher Hofes von drei jungen Männern erschossen. Heinz, Landwirt aus Orbis bei Kirchheimbolanden, war Führer der ‚Freien Bauernschaft‘ und hatte am 11. November 1923 mit Unterstützung der französischen Besatzungsmacht die ‚Regierung der Autonomen Pfalz‘ ausgerufen. Der Auftrag zum Mord ging von der bayerischen Staatsregierung aus, die eine Unabhängigkeit der Pfalz mit allen Mitteln verhindern wollte, und wurde von rechtsextremen Gruppierungen ausgeführt. Der Referent ist Pfalzpreisträger und wird über Organisation und Ablauf des Attentats sowie über die Hintermänner berichten.

Die Mitgliederversammlung findet am 10. September 2018 im Anschluss an diesen Vortrag statt. Tagesordnungspunkte:
Bericht des 1. Vorsitzenden;
Bericht des Rechners;
Bericht des Kassenprüfers;
Entlastung des Vorstandes;
Verschiedenes.

Anträge zur Tagesordnung werden erbeten bis spätestens 12. August 2018.

 

 

8. Oktober 2018

Christian Lübcke, Das Gefecht von Speyer 1792 – bedeutender als die Kanonade von Valmy?

 

Am 30. September 1792 kam es vor den Toren und in den Straßen Speyers zu einem folgenschweren Gefecht zwischen kurmainzisch-österreichischen Truppen und einer französischen Armee. Dieses Gefecht hatte nicht nur einen entscheidenden Einfluss auf den weiteren Verlauf des 1. Koalitionskrieges, sondern auch fatale Folgen für die Entwicklung aller rheinischen Fürstentümer und Reichsstädte in jener Zeit. Der Referent stammt aus Rheinland-Pfalz, ist Militärhistoriker und arbeitet derzeit am Schiffbau- und Schifffahrtmuseum Rostock.

 

5. November 2018

Martin Armgart, Speyer, Kaiserslautern, Landau – Orte der Lehrerbildung in der Pfalz

 

Mit drei Orten verbindet sich pfalzweite Lehrerbildung. Bald nach dem Start in Kaiserslautern 1818 erfolgte eine konfessionelle Trennung. Über hundert Jahre bildete das ‚königlich katholische Schullehrerseminar‘ in Speyer Lehrer für die gesamte Pfalz aus. Etwa gleichzeitig begann im Kloster St. Magdalena die Vorbereitung von Frauen auf den Lehrerinnenberuf. Bald danach entstand das ‚Institut der Armen Schulschwestern‘. Nach 1949 folgte Landau als Standort der (zunächst nur katholischen) Ausbildung von Lehrern und Lehrerinnen; darauf gründet der heutige Campus Landau der Universität Koblenz-Landau. Ein großer Gebäudekomplex in der Johannesstraße, heute Finanzamt, erinnert an diesen Teil der Stadtgeschichte, die eingebettet in die Lehrer- und Lehrerinnenausbildung in der Pfalz geschildert wird.

 

3. Dezember 2018

Wolfgang Kunz, Des Königs Reise – oder die Inbesitznahme der Pfalz durch Bayern 1816

 

Im Zuge einer Einigung mit Österreich erhielt Bayern 1816 die linksrheinische Pfalz zugesprochen; im Gegenzug kam es zu Gebietsabtretungen an Österreich. Das bayerische Königshaus hatte keine großen Anstrengungen unternommen, um diese Exklave zu übernehmen. Mit dem Namen tat man sich ebenfalls schwer: ‚Lande am Überrhein‘, ‚Rheinkreis‘ oder ‚Rheinpfalz‘. Unter anderem das noch geltende französische Recht und das fremdartige Steuer- und Gewerberecht führten in der Folge zu nicht wenigen Irritationen im pfälzisch-bayerischen Innenverhältnis. Schon wenige Wochen nach der Übernahme dieses Gebietes machte König Max I. Joseph im Juni 1816 trotzdem eine Rundreise durch das neue Territorium. Der Vortrag stellt diese erste, fast vergessene Reise eines bayerischen Königs durch die Pfalz in Wort und Bild vor.

 

Veranstaltungsort: Villa Ecarius, Bahnhofstraße 54, 67346 Speyer
Beginn: 19:30 Uhr