Archiv für Vorträge

Vortrag „Zwangsarbeit in Speyer“

Rahmenprogramm Odyssey

 

Sonntag, 11. Juni 2017, 11 Uhr Villa Ecarius, Vortragssaal, Bahnhofstrasse 54

 

Vortrag „Zwangsarbeit in Speyer“
Jan Storre, Hamburg
Gemeinschaftsveranstaltung der Bezirksgruppe Speyer des Historischen Vereins der Pfalz e.V., des Kulturelles Erbes – Stadtarchiv Speyer und der Volkshochschule Speyer.

Robert Koenigs Ausstellungsprojekt ODYSSEY, das zur Zeit in Speyer zu sehen ist, hat starke biographische Bezüge zur Stadt: seine Mutter Maria Dudek war hier als Zwangsarbeiterin beschäftigt. Die Situation der Zwangsarbeiter in Speyer wird daher nicht nur in einer kleinen Ausstellung gezeigt, sondern Herr Jan Storre aus Hamburg führt auch in einem Vortrag in das Thema ein. In dem Referat wird es um den Einsatz von Zwangsarbeitern in der Stadt Speyer während des Zweiten Weltkrieges gehen. Dabei werden neben Größenordnung und Verteilung auch Aspekte des ‘Alltags’ der Zwangsarbeiter in den Blick genommen. Die außergewöhnlich gute Quellenlage in Speyer zu dem Thema erlaubt es, verschiedene Bereiche des Einsatzes und des Lebens der Zwangsarbeiter zu betrachten und interessante Einblicke zu geben – wodurch auch der Wert lokaler Studien deutlich wird. Herr Jan Storre, Hamburg ist Lehrer am Halepaghen-Gymnasium in Buxtehude und Fachberater für Geschichte und bilingualen Geschichtsunterricht bei der Landesschulbehörde Lüneburg. Mit dem Thema Zwangsarbeit in Speyer beschäftigte er sich im Rahmen seiner Staatsexamensarbeit an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz, die veröffentlich wurde.

 

Es ergeht herzliche Einladung!

Die Kimmel-Bande – spektakulärste “Jugend-Gang” der Adenauer-Ära

Einladung zum Vortrag am 10.4.2017

 

Am kommenden Montag, 10. April, referiert Rainer Thielen über

 

Die Kimmel-Bande – spektakulärste “Jugend-Gang” der Adenauer-Ära

Der Referent, Studiendirektor i.R. und seit 40 Jahren Mitglied des Historischen Vereins der Pfalz, veröffentlichte mehrere  Arbeiten zur Geschichte seines Heimatortes Rehborn in der Nordpfalz, zu Schinderhannes und die einzige Monographie über die Kimmel-Bande. Zum Vortrag können Besucher können das Buch „Al Capone Bernhard Kimmel – ein Pfälzer Schinderhannes?” sowie die neueste
Veröffentlichung über Schinderhannes und sein Julchen  etwas preisgünstiger und signiert erwerben.

Was brachte Rainer Thielen dazu, sich eingehend mit der Kimmel-Bande zu befassen? Er selbst berichtet dazu: Insbesondere die fast viertägige Flucht des Anführers Bernhard Kimmel mit einer Freundin Tilly und das Aufgebot von circa 1 000 Polizisten im Februar 1961 sorgten für erheblichen Medienrummel. Als Schinderhannes-Kenner (drei Bücher veröffentlicht) war es nahe liegend, mich mit der “Kimmel-Bande” näher zu beschäftigen. Sie wollte zumindest teilweise in die Fußstapfen des Schinderhannes treten. Wo gibt’s Gemeinsamkeiten? So verbrachte ich circa 400 Stunden mit dem Anführer Bernhard Kimmel – fast ausschließlich im Pfälzer Wald. Ich wollte mir an allen markanten Orten wie “Brechloch” in Lambrecht, Totenkopfhütte, Hellerhütte … einen eigenen Eindruck verschaffen. Das Ergebnis ist im Buch “Al Capone Bernhard Kimmel – ein Pfälzer Schinderhannes?” festgehalten – und wird im Vortrag vorgetragen.

Zum Vortrag laden die Volkshochschule Speyer und die Bezirksgruppe Speyer des Historischen Vereins der Pfalz ein. Der Vortrag findet in der Villa Ecarius statt und beginnt um 19.30 Uhr. Der Vortrag ist öffentlich und kostenlos – wie allgemein die Vorträge des Historischen Vereins. Nach dem Vortrag findet die jährliche Mitgliederversammlung der Bezirksgruppe statt.

Vortrag: “Reichsstadtgeschichtsforschung – Traditionen und Perspektiven”

Heute, Montag 21. November, referiert Dr. Helge Wittmann über

 

 ”Reichsstadtgeschichtsforschung – Traditionen und Perspektiven”

 

 

Die Reichsstädte und die Freien Städte repräsentierten seit dem 13. Jahrhundert einen beachtlichen Teil der Städtelandschaft im Alten Reich. Sie konzentrierten sich vor allem im Süden. Trotz einer intensiven Stadtgeschichtsforschung seit dem 19. Jahrhundert fehlte es lange an Institutionen oder Vereinigungen, die in vergleichender Betrachtung diese Städtegruppe mit ihren besonderen Beziehungen zu Kaiser und Reich erforscht hätten. Ansätze dazu seit den späten 1950er Jahren fanden in den letzten Jahrzehnten keine Fortsetzung mehr. Seit 2011 versucht der neu gegründete Mühlhäuser Arbeitskreis für Reichsstadtgeschichte die Forschungen zu den ehemaligen Reichsstädten in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, der Tschechischen Republik und den Niederlanden zu befördern. Im Vortrag von Dr. Helge Wittmann, Stadtarchivar in Mühlhausen/Thür., werden die Forschungstraditionen zu einer vergleichenden Reichsstadtgeschichte vorgestellt sowie die mit dem Arbeitskreis geschaffenen Neuansätze erläutert.

 

Zum Vortrag laden die Volkshochschule Speyer und die Bezirksgruppe Speyer des Historischen Vereins der Pfalz ein. Der Vortrag findet in der Villa Ecarius, Bahnhofstraße 54, statt und beginnt um 20 Uhr. Der Vortrag ist öffentlich und kostenlos – wie allgemein die Vorträge des Historischen Vereins.