Die Bezirksgruppe Speyer im historischen Verein der Pfalz e.V.

Kategorie: Vorträge

Vortrag 13.05.2014: 1214 – Die Wittelsbacher und ihre Pfalzgrafschaft am Rhein

Referent: Prof. Dr. Bernd Schneidmüller (Heidelberg)
1214 – Die Wittelsbacher und ihre Pfalzgrafschaft am Rhein

In der Metropolregion Rhein-Neckar wird 2013/14 als Wittelsbacherjahr gefeiert. Anlass ist die Übertragung der rheinischen Pfalzgrafschaft an das bayerische Herzogsgeschlecht der Wittelsbacher im Jahr 1214. Vor 800 Jahren begann eine fruchtbare politische Verbindung zwischen Bayern und der Pfalz, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts dauerte.

Der Vortrag erzählt von den wittelsbachischen Wegen an den Rhein und fragt nach den Folgen für die historische Identitätsbildung der Kurpfälzer wie der Pfälzer.

Der Referent Bernd Schneidmüller ist Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Heidelberg und Direktor des dortigen Instituts für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde. Er war als Wissenschaftlicher Koordinator für die Mannheimer Wittelsbacher-Ausstellung mit verantwortlich.

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Vortrag 28.04.2014: ‘As dat in Speyr ordinirt wier.’ Die positiven Auswirkungen des Reichskammergerichts zu Speyer auf Norddeutschland

 ‘As dat in Speyr ordinirt wier.’ Die positiven Auswirkungen des Reichskammergerichts zu Speyer auf Norddeutschland

Speyer ist die Stadt, die Eingeweihte heute mit den größten Erfolgen der obersten Reichsgerichtsbarkeit im Alten Reich verbinden. Da in der Domstadt allerdings bauliche Überreste des Reichskammergerichts im Stadtbild nicht mehr zu sehen sind, ist die Erinnerung an das Gericht relativ “schwierig” – ganz anders ist die Situation in Wetzlar, wo das Gericht nach 1689 residierte. Wetzlar scheint touristisch von der Erinnerung an das Reichskammergericht zu leben. Dort finden sich auch das Reichskammergerichtsmuseum und die Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung. Dabei fand in Speyer das Reichskammergericht im Jahre 1527 endlich eine feste Bleibe, nachdem es seit seiner Gründung 1495 immer wieder den Standort gewechselt hatte.
In dieser Stadt erlebte das Gericht seine absolute Blüte. Niemals wurde es stärker in Anspruch genommen als am Ende des 16. Jahrhunderts, niemals wieder entfaltete es so segensreich sein Wirken wie hier. Das Gericht arbeitete mit seinen überwiegend gut ausgebildeten Richtern schnell und zuverlässig und schaffte es, zahlreiche Konflikte zu verrechtlichen, die in den Jahrzehnten zuvor oftmals mit Waffengewalt gelöst worden waren.
Ein deutschlandweites Verzeichnungsprojekt hat die Prozeßakten des Reichskammergerichts für die Forschung erschlossen, so dass es heute möglich ist zu erforschen, wann wer das Gericht in welchen Fragen bemüht hat. Der Vortrag beschäftigt sich mit den Parteien aus Norddeutschland, also Schleswig-Holstein, Hamburg, Lübeck, Mecklenburg und Pommern und stellt einzelne Beispiele aus Wismar vor. Dabei geht es darum, wie das Gericht aus Speyer rechtsvereinheitlichend im gesamten Reich wirkte und wie es in den Territorien wahrgenommen wurde.

Referent: Dr. Nils Jörn (Wismar)

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Vortrag 17.03.2014: Ein Gang durch die Architekturgeschichte anhand von Speyerer Beispielen

Die große historische Bedeutung Speyers lässt sich vor allem auch an der Architektur ablesen. Mittelalter und Frühe Neuzeit sind zweifelsohne die Zeitabschnitte, in denen Speyer seine größte Bedeutung erlangte, abrupt beendet durch die Zerstörung im Pfälzer Erbfolgekrieg 1689. Im Vortrag werden nicht nur wichtige Beispiele der Architekturgeschichte Speyers vorgestellt, im Mittelpunkt steht vielmehr die Frage: wie geht man mit den überkommenen baulichen Zeitzeugen um? Welche Bedeutung kommt der Denkmalpflege zu und was können die Speyerer Bürger tun, um die Baukultur in Speyer zu bewahren?

Dr. Anja Rasche ist Speyerer Kunsthistorikerin. Sie ist Mitglied im Vorstand der Bezirksgruppe Speyer des Historischen Vereins der Pfalz e.V.

 

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