„Auf den Spuren der Römer und des Weines durch die Pfalz“

Reisebericht der Exkursion 2014
Die Tagesexkursion der Bezirksgruppe Speyer des Historischen Vereins der Pfalz e.V. fand am Samstag 12. Juli 2014 statt. Thema des diesjährigen Ausfluges war. „Auf den Spuren der Römer und des Weines durch die Pfalz“.

Punkt 9 Uhr ging es von der Speyerer Stadthalle los. Alle Teilnehmer waren trotz des regenerischen Wetters guter Laune. Der Weg führte zunächst in die Südpfalz nach Rheinzabern in das dortige Terra Sigillata-Museum. Überreste des römischen Ortes und der Werkstätten haben sich im Boden erhalten. Bei den Ausgrabungen 1901-1914 und 1975-1995 wurden etwa 100 Brennöfen für Tafel- und Gebrauchsgeschirr, Terra Sigillata und Baukeramik gefunden. Dr. Rüdiger Schulz begleitete die Gruppe fachkundig durch die Sammlungen und zu den Brennöfen der römerzeitlich sehr bedeutenden Töpferindustrie in der Pfalz. Ein Besuch des Museums empfiehlt sich unbedingt! Link

Es folgte die Weiterfahrt nach Ungstein bei Bad Dürkheim. Nach dem Mittagessen führte uns Dr. Fritz Schumann, Ordensmeister der Weinbruderschaft der Pfalz und einer der besten Kenner der pfälzischen Weingeschichte, durch die beeindruckende Anlage des römischen Weinguts am Weilberg bei Ungstein: ein besonders schönes Stückchen Pfalz.

Im Anschluss an diese außerordentlich gelunge Besichtigung stand eine besprochene Weinprobe in Ungstein mit Kellereiführung durch Herrn Adolf Müller von der Winzergenossenschaft Herrenberg-Honigsäckel auf dem Programm. Sechs verschiedene Weine wurden verköstigt, dazu gab es einige Anekdoten aus dem Weinberg. So konnte der interessante Tag einen würdigen Abschluss finden.

 

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Freigelegte Stadtmauer auf dem Hess-Gelände

Es handelt sich bei der freigelegten Mauer ohne Zweifel um den bisher „verschollenen“ Teil der alten Stadtmauer – die Mauer der Fischervorstadt. Bei dem rechtwinklig davon abgehenden Mauerrest am südöstlichen Ende der freigelegten Stadtmauer müsste es sich um das Fundament des Rohrturmes handeln. Das bedeutet, dass der Name der Baumaßnahme „Am Hammelturm“ falsch ist (weil er wahrscheinlich dem genannten Stadtplan entnommen wurde, obwohl es nach Meinung von Herrn Dr. Müller und von älteren Anwohnern eine Straßenbezeichnung „Zum Hammelturm“ nie gegeben hat).

Der Hammelturm befand sich an dem Straßenknick der Marxgärtenstraße es ist davon aber nur noch die südwestliche Ecke des Turmes vorhanden. (Text und Bilder: Gerd Wendler)

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Als Speyer am Boden zerstört war

STADTGESCHICHTE(N): Am 31. Mai 1689 ließ Sonnenkönig Ludwig XIV. die Stadt niederbrennen

Als Speyer vor 325 Jahren zum drittenmal nach den Alamannen-Überfällen im dritten und fünften Jahrhundert n. Chr. zerstört worden war, schien es eine Verwüstung für immer. Doch zehn Jahre nach der auf Befehl von Ludwig XIV., König von Frankreich und Navarra, am 31. Mai 1689 niedergebrannten Stadt und der Flucht ihrer Bewohner kehrten die ersten Speyerer zurück.

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Die Speyerer Mai-Katastrophe ist nicht exakt Mehr lesen